Waage – Der obere und der untere Vogel und der Magnetismus des Lebens

Waage – Der obere und der untere Vogel und der Magnetismus des Lebens

04. Juni 2014, Farbstifte und Fotoarbeit

In einer der Upanishaden gibt es die Geschichte von zwei Vögeln auf dem Lebensbaum, die ewige, unzertrennbare Freunde sind. Ein Vogel isst von den Früchten des Baumes; der andere erfreut sich daran, dem ersten beim Essen zuzuschauen. Der untere Vogel steht für die Persönlichkeit, die die Welt erlebt. Der obere Vogel ist die Seele, die Zeuge der Handlungen des niederen Selbst ist. Beide sind auf ewig vereint. Es ist eine sehr schöne Darstellung der Waage, die für Beziehung steht. Ein anderes Symbol für Beziehung ist der Magnet. Seine beiden Pole erzeugen ein Feld, das die Eisenfeilspäne anzieht und magnetisiert.

In diesem Bild fügte ich die beiden Symbole zusammen: Der obere Vogel in strahlendem Weiss beobachtet den unteren Vogel und schwebt darüber. Der zweite sitzt auf dem Boden und schaut nach hinten. Er ist ebenfalls weiss, aber ein wenig eingefärbt. Im Hintergrund sieht man die beiden Pole des Magneten in vertikaler Anordnung wie zwei Sonnen, die ihre Kraftfelder rings um ausbreiten und die Pole von Seele und Persönlichkeit illustrieren. Sie stellen auch den Stamm des Lebensbaumes dar, mit den Kraftlinien als Zweigen und Wurzeln.

Ich zeichnete die Linien auf einem Foto von Eisenfeilspänen, die um einen Magneten angeordnet sind. Die Spirituelle Astrologie nennt Karminrot die Farbe der Waage für den Durchschnittsmenschen, der in einer trüben Mischung von Emotion und Liebe lebt. Für einen Jünger, der die ätherischen Lotusse entwickelt hat, ist die Farbe Violett; Und wenn er sich im tausendblättrigen Lotus niedergelassen hat, ist die Farbe eine Mischung aus Blau und reinem Weiss. Man sieht diese Farbtöne im Bild schwingen.