Wassermann – Vena der Gandharva

Wassermann – Vena der Gandharva

16. November 2024, Farbstifte und Fotoarbeiten

Die indischen Puranen beschreiben musikalische Intelligenzen, die Gandharvas genannt werden. Es sind supra-kosmische Wesen, die nicht an die Schöpfung gebunden sind. Sie existieren als musikalische Bewegungen im Raum und sie stehen dem Schöpfungswerk helfend zur Seite. Die Musik der Gandharvas bewirkt die Vereinigung der Seelen mit der Überseele und schenkt die Seligkeit der Befreiung.

Es gibt einen königlichen Gandharva namens Vena. Er wird poetisch als die Essenz des Wassermann-Durchgangs zwischen der scheinbaren Nicht-Existenz zur scheinbaren Existenz beschrieben. Vena bewegt sich mit Leichtigkeit zwischen diesen beiden Zuständen wie ein geistig-feuriger Fluss. Diese Flussenergie kann auch als Brücke beschrieben werden, die zum Höchsten hinauf- und vom Höchsten herabführt. In uns befindet sich der Strom des Flusses Vena zwischen dem siebten und dem sechsten Chakra, d. h. dem Sahasrara und Ajna.

Die wichtigste Eigenschaft von Vena ist die Neutralisierung von bindendem Karma. Meister CVV gibt für diesen Zweck das mystische Mantra ‘Electric Hint’, elektrisches Signal. Es tritt wie eine elektrische Manifestation in uns ein und löscht dann die Bilder des unterbewussten Denkens aus. Der Meister gab zu dem Zweck in den "Okkulten Meditationen" auch die Meditation 31:

“Vena, the Gandharva, is wiping off the pictures of the subconscious mind on the walls of my nature with the hieroglyphs of sound from his seven stringed lyre.” (Vena, der Gandharva, wischt die Bilder des unterbewussten Denkens von den Wänden meiner Natur mit den Klang-Hieroglyphen seiner siebensaitigen Lyra ab.) Wenn wir mit dem Klangschlüsse CVV arbeiten, können wir visualisieren, wie von oberhalb unseres Sahasrara die Energie jenes Gandharva in uns eintritt und alle sieben Zentren mit dem Wirken von Licht und Klang erfüllt. Dies bewirkt in uns Reinigung und gute Veränderungen.

Zur Illustration der Musik von Vena verwendete ich die Darstellung eines Engels im Fragment eines Altarbildes von Gherardo Starnina, entstanden zwischen 1400 und 1410 A.D. Eine weibliche Engelsgestalt spielt auf einer Harfe, und die Schwingungen der Musik bewegen sich kreisförmig durch den Raum. Visualisierungen der supra-kosmischen Ebene sind stets nur poetische Annäherungen.