Schlangenblume

Schlangenblume

14. März 2010, Farbstifte und Fotoarbeit

Die Lebenskraft namens Kundalini ist im Basiszentrum verankert und hält uns mit dem Physischen verbunden. Sie wird auch die Schlange genannt. Wenn das Grobphysische leichter wird, beginnt die Schlange aufzusteigen und uns von der Konditionierung der Materie zu befreien. Wir fühlen uns leichter und das Bewusstsein dehnt sich aus. Der Aufstieg geschieht durch verschiedene Ebenen von Dichte der Materie und reflektiert sich in verschiedenen Farben.

Für das Bild arrangierte ich den 12-blättrigen Lotus von der Skulptur eines Freundes, die ich digital perspektivisch transformierte. Dann begann ich den Pfad der Schlange durch die verschiedenen Farbebenen zu malen. Vom 12-schichtigen Lotus an schiesst sie zum Ajna-Zentrum über den Augenbrauen empor und von dort verschmilzt sie in den 1000-blättrigen Lotus des Sahasrara (Kopfzentrums).

Die in Meditation geschlossenen Augen formte ich wie zwei Blütenblätter am Stängel der Lotusblume. Die verschiedenen Ebenen entsprechen in der Farbe den inneren Ebenen, auch wenn es schwierig ist, die Schwingung der inneren Farben in äusseren Farben auszudrücken. So mag das Bild dem Betrachter helfen, emporzuschiessen und sich von der dichten Materie zur Seele hin auszuweiten und in die Weite des Geistes zu verschmelzen.