
Jungfrau - Die Natur schenkt den Lebewesen Formen
14. Juni 2026, Farbstifte und Fotoarbeiten
Um auf der Erde zu inkarnieren und Erfahrungen zu sammeln, benötigen wir einen Körper mit seiner ganzen Ausrüstung für ein menschliches Leben. Es ist ein hochspezialisiertes Gefährt, gemäss der östlichen Weisheit geformt aus den fünf Elementen, den Sinnen und dem Denkvermögen. Wir haben einen Körper und eine Persönlichkeit, und wir drücken uns durch diese Form aus. Wir selbst sind die Seele.
Wir haben unsere Form nicht selbst erschaffen. Aus Liebe zu den Lebewesen erschafft Mutter Natur diese Formen aus den Elementen. Wenn der Zweck der Form erfüllt ist, ist es angebracht, sie an ihre Quelle zurückzugeben, und die Elemente lösen sich wieder in der Erde auf.
Shambala empfiehlt, uns bewusst auf den Schlaf vorzubereiten, indem wir das Denkvermögen den und Körper mit seinen Elementen dankbar an das Reservoir der Natur zurückgeben, und am Ende des Lebens es ähnlich zu tun. Dieses nächtliche Ritual bereitet uns auf den Tod vor.
Zur Darstellung der Natur, der der Mutter der Welt, verwendete ich eine weisse Statue von Quan Yin, die im Fernen Osten als eine Gottheit der Gnade verehrt wird. Ihr Haupt ist umgeben vom Mond. In ihrem Schoss hält sie eine grosse Seerose als Symbol der Entfaltung der Formen.
Der Hintergrund ist gestaltet mit einem Foto vom Blick aus einem Tunnels auf dem Stockhorn in den Berner Alpen als Symbol der Materie. Die in der Dunkelheit leuchtenden Punkte eines strahlenden Sternenfelds deuten auf die Seelen hin, die Formen annehmen und auch wieder ablegen.